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Der Blaue Planet

Nordeuropas größtes Aquarium vom Architekturbüro 3XN

Gebäudeart/ Aquarium
Größe/ rund 10.000 m²
Bauzeit/ 2010-2013
Architekt/ 3XN, Kim Herford Nielson

„Der blaue Planet“, Dänemarks neues Nationalaquarium, begeistert auf Anhieb durch seine skulpturale Form. Inspiriert vom Wassers in endloser Bewegung, symbolisiert das Gebäude einen großen Strudel, welcher mit seinen markanten Strudelblättern Aufmerksamkeit erregt sich aber gleichzeitig als Gebäude je nach Blickwinkel, Entfernung und Tageslichtverhältnissen in seinem Aussehen dramatisch verändert. Betrachtet man es aus der Luft, ist es fast ganz weiß und erinnert in seinen Konturen an einen Seestern. Von vorne jedoch, erinnern die organischen Linien des Gebäudes eher an silbrig-graue Wellen oder ein riesiges Meerestier. Die Fassade ist mit mehr als 33.000 kleinen rautenförmigen Aluminiumschindeln verkleidet, die sich der organischen Form des Gebäudes anpassen und bei näherer Betrachtung an Fischschuppen erinnern. Ein Gebäude also, das zur Interpretation einlädt.

Das Strudel-Konzept überzeugt nicht nur wegen seiner visuellen Assoziationen, sondern auch durch seine Flexibilität, weil es eine praktische Herausforderung der Entwurfsaufgabe auf elegante Weise löst: Es stellt sicher, dass einer oder mehrere der „Strudel“-Arme mit relativer Leichtigkeit und ohne die Integrität des Gebäudes oder den Betrieb des Aquariums zu stören, um mehr als 30 % erweitert werden können, um mehr Ausstellungsfläche zu schaffen.

Der Blaue Planet befindet sich auf einer, dem Meer zugewandten, erhöhten Landzunge nördlich des Hafens von Kastrup. Die markante Form des Gebäudes ist für Reisende, die mit dem Flugzeug auf dem nahe gelegenen Kopenhagener Flughafen ankommen, deutlich sichtbar. Das Aquarium erstreckt sich über die ursprüngliche Küstenlinie hinaus, was besondere Anforderungen an die Strukturen der Anlage in einem zu Senkungen neigenden Gelände stellt. Das Bauwerk ist auf Pfählen gegründet, und alle Abwasserkonstruktionen sind in der Betonstruktur aufgehängt. Die architektonische Fassadengestaltung des Gebäudes bildet die Grundlage für den Entwurf der Stahlkonstruktionen. Das Tragsystem besteht aus 54 einzigartigen Stahlrahmen, die durch ihre radiale Anordnung und Geometrie die Basis der gebogenen Fassaden bilden. Zudem wurde eine Versorgungsleitung 1,7 km weit in den Öresund hinein gebaut, um geeignetes Wasser für die Aquarien zu erhalten. Auch das Kühlsystem für die einzelnen Becken und das Klimasystem für die öffentlichen Bereiche werden mit Meerwasser betrieben.

Die Besucher erreichen den Eingang, indem sie dem ersten und längsten Arm des „Strudels“ folgen. Vorbei an großen angelegten Wasserflächen gelangt man in einem fließenden Übergang in das Gebäude. Fast bekommt man den Eindruck vom Strudel unter die Meeresoberfläche gezogen zu werden.

Ein kreisförmiges Foyer bildet das Zentrum des Aquariums. Von hier gelangt man in die unterschiedlichen Themenwelten, welche in den jeweiligen Armen untergebracht sind. Durch die Ermöglichung mehrerer Routen wird das Risiko von Warteschlangen vor den einzelnen Aquarien verringert. Die Innenräume reichen von weiträumigen bis hin zu intimen Umgebungen, so dass die Architektur und die Exponate gemeinsam eine Reihe unterschiedlicher Räume und Stimmungen vermitteln.

Die Ausstellung ist ein Gesamtkonzept, das allen Besuchern ein sinnliches und fesselndes Erlebnis des Lebens im und unter Wasser bietet. Eine Mischung aus Licht, Ton, fortschrittlicher AV-Technologie, Projektionen, Film, Interaktivität, Grafiken, Illustrationen und Schildern, die sich an alle Altersgruppen richtet, sorgt dafür, dass jeder Besucher, unabhängig von seinem Hintergrund oder seinen Interessen, das bestmögliche Erlebnis hat. Als einziges Aquarium in Dänemark konzentriert sich das Aquarium auf das gesamte aquatische Leben – in kalten und warmen Gewässern, in Süß- und Salzwasser. Insgesamt enthält Der Blaue Planet ca. 7 Millionen Liter Wasser und 53 Aquarien und Ausstellungen.