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Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

Regierungsgebäude für den deutschen Bundestag, geplant von Stephan Braunfels in Berlin

Gebäudeart/ Regierungsgebäude
Größe/ 31.700 m²
Bauzeit/ 1998-2003
Baukosten/ 176 Millionen Euro
Auftraggeber/ Deutscher Bundestag
Architekt/ Stephan Braunfels Architekten

Wie viele Menschen wissen, war Deutschland vom Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion 1989 in zwei getrennte Staaten, Westdeutschland und Ostdeutschland, geteilt. Im darauffolgenden Jahr wurde Deutschland nach 45 jähriger Teilung wiedervereinigt. Die neue gesamtdeutsche Regierung gab einen föderalen Gebäudekomplex in Auftrag, der die Wiedervereinigung der Nation symbolisieren sollte. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist ein Gebäudepaar: das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in der Stadt Berlin.

Dieses Projekt wurde von dem renommierten deutschen Architekten Stephen Braunfels entworfen, der mit seinem Entwurf einen nationalen Wettbewerb gewann und damit auch den Auftrag erhielt. Seine Vision umfasste zwei getrennte Gebäude, die sich in ihrem postmodernen architektonischen Stil ähneln und an gegenüberliegenden Ufern der Spree errichtet wurden, die durch das Zentrum Berlins fließt und in den Jahren vor der Wiedervereinigung die sowjetische und die republikanische Hälfte der Stadt in zwei Hälften teilte. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus ist mit dem Paul-Löbe-Haus durch eine Brücke über die Spree verbunden und damit der einzige Gebäudekomplex der Welt, der von einem Fluss durchflossen wird. Seit der Einweihung des Gebäudekomplexes im Jahr 2003 beherbergt er zahlreiche Einrichtungen des Deutschen Bundestages, der in diesem Stadtteil Berlins seinen Sitz hat.

Sowohl das Paul-Löbe-Haus als auch das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus sind aus schlichtem grauem Zement gebaut und haben eine Fassade, die größtenteils aus Glasfenstern besteht. Das Paul-Löbe-Haus ist ein rechteckiger Bau mit einem Flachdach und einem runden Zementturm an der Ecke, die der Spree am nächsten liegt. Seine Wände bestehen größtenteils aus Glas, in dem sich die umliegenden Gebäude des Komplexes bewusst spiegeln. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus ist ähnlich gestaltet, allerdings mit abstrakteren Merkmalen. So gibt es zum Beispiel eine große Betonmauer, in deren Mitte ein deutlicher Kreis eingemeißelt ist, und der überhängende Teil des Flachdachs weist ein rechteckiges Loch auf. Beides lässt natürliches Licht hindurch und verleiht dem Gebäude ein offeneres Aussehen.