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„Der Kristall“

Modernes Bürogebäude, geplant vom Architekturbüro Schmidt Hammer Lassen in Kopenhagen

Gebäudeart/ Bürogebäude
Größe/ 6.600 m²
Bauzeit/ 2008 – 2010
Auftraggeber/ Nykredit
Architekt/ Schmidt Hammer Lassen

„Es handelt sich um eine transparente, geometrische, verglaste Form, die nur auf einem einzigen Punkt ruht und als visuell leichte, kristalline Struktur über dem Platz schwebt.“ So beschreiben Schmidt Hammer Lassen den „Kristall“ – ein spektakuläres Bürogebäude an der Kopenhagener Hafenfront.

Das Gebäude ist eine Erweiterung des bestehenden Hauptsitzes der Nykredit Bank, im Nachbargebäude am Wasser. Dieser, im Vergleich, ziemlich streng aussehenden Kubus wurde von denselben Architekten entworfen und im Jahr 2000 eröffnet. Vergleicht man beide Gebäude miteinander, wird der architektonische Wandel in dieser Zeit sehr deutlich.

„Der Kristall“ ist so geformt und konzipiert, dass er öffentliche Durchgänge und Sichtverbindungen unter dem Gebäude zulässt und mit seiner Umgebung interagiert. Der Name „Der Kristall“ bezieht sich auf die kristallartige und asymmetrische Form des Gebäudes.

Eine komplexe, rhombische Stahlkonstruktion hält die Innenräume flexibel und stützenfrei. Da diese Struktur nur auf wenigen Punkten ruht, hebt sie das Gebäude an, um einen Durchgang darunter zu ermöglichen. Das Innere des Gebäudes entspricht den Anforderungen an Funktionalität, Flexibilität und Effizienz. Der typische Grundriss ist Z-förmig um zwei Atrien angeordnet, so dass alle Arbeitsplätze gut belichtet sind und einen Ausblick haben. Die Anordnung des Grundrisses ermöglicht die Unterbringung von Großraumbüros, Einzelbüros oder Besprechungsräumen.

Das Gebäude ist insgesamt sechs Stockwerke hoch und misst an der niedrigsten Stelle 31 Meter und an der höchsten Stelle 34 Meter.

Die Freifläche vor dem Gebäude wurde mit einem kreisförmigen Becken und zahlreichen Wasserfontainen gestaltet, die sich im Laufe des Tages verändern und an heißen Tagen Kinder zum Spielen anlocken.

Das Gebäude sieht jedoch nicht nur optisch spektakulär aus – es ist darüber hinaus auch äußerst nachhaltig.

Das Planungsteam hat einen ganzheitlichen Ansatz für die Umweltstrategie des Projekts entwickelt. Es ist gelungen, ein völlig transparentes Bürogebäude mit einem außergewöhnlich niedrigen Energieverbrauch von 70 kWh pro Quadratmeter zu kombinieren, was bedeutet, dass das Gebäude 25 Prozent weniger Energie verbraucht als die Anforderungen der geltenden Energiegesetze. Das Dach ist mit hocheffizienten Fotovoltaikpaneelen bedeckt, die 80.000 kWh pro Jahr erzeugen. Darüber hinaus bietet die dreischichtige innere Glasfassade eine äußerst effektive Wärmedämmung mit einem U-Wert von nur 0,7 Wh pro Quadratmeter.

Die doppelt verglaste Fassade verfügt über einen integrierten Sonnenschutz, mit dem sich das Gebäude an wechselnde Lichtverhältnisse anpassen kann und ist mit einem subtilen Design verziert, das den Sonneneinfall mindert, das Tageslicht reflektiert und dem Gebäude einen homogenen Ausdruck verleiht.

Das Regenwasser wird im Gebäude und in der Umgebung aufgefangen und für die Toiletten und die Kühlung verwendet. Das Wasser aus dem Hafen wird im Sommer zur zusätzlichen Kühlung des Hauses genutzt.