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Sprinkenhof

Bürogebäude in Hamburg, geplant und errichtet als Teil des Kontorhausviertels von 1925 bis 1943 unter der Leitung der Architekten Fritz Höger sowie Hans und Oskar Gerson

Gebäudeart/ Bürogebäude
Größe/ 51.000 m²
Fertigstellung/ 1943
Architekt/ Fritz Höger, Hans und Oskar Gerson

Bei Architektur denkt man oft an die Bautrends, die in bestimmten Zeitabschnitten ganze Regionen der Erde beherrschen. Dafür gibt es einen guten Grund, denn dies sind die architektonischen Bewegungen, die am bekanntesten und am meisten gefeiert werden. Manchmal jedoch entsteht in einem relativ kleinen geografischen Gebiet ein einzigartiger und ausgeprägter Stil der Gebäudegestaltung. Dies ist der Fall beim Backsteinexpressionismus, der erst in der Zwischenkriegszeit des frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland und den Niederlanden populär wurde. Ein gutes Beispiel für den Backsteinexpressionismus ist das Bürogebäude Sprinkenhof in Hamburg, Deutschland.

Das Sprinkehof-Gebäude wurde von den deutschen Architekten Hans und Oskar Gerson in Zusammenarbeit mit Fritz Höger entworfen, der für den Backsteinexpressionismus bekannt war. Ihre Vision wurde zu diesem weitläufigen hufeisenförmigen Geschäftskomplex mit drei separaten Höfen in der Mitte. Die Kurve des Hufeisens verläuft direkt entlang einer nahe gelegenen Straße und biegt auf einer Seite in einem scharfen Winkel nach oben, während eine andere Straße direkt durch den Innenhof verläuft. Mit neun Stockwerken war der Bau zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung im Jahr 1943 der größte Büropark Europas.

Die Fassade des Sprinkenhofs besteht aus einer Reihe von Klinkern, die für den Backsteinexpressionismus typisch sind. Die Architekten setzten jedoch eine Reihe von Techniken ein, um der Wand ein lebendigeres Aussehen zu verleihen. Zum einen sind die Ziegel bewusst in lebendigen Mustern verlegt. Außerdem wurden absichtlich dunkle und übermäßig gebrannte Ziegel verwendet, um der Fassade des Gebäudes eine größere Farbvielfalt zu verleihen. Schließlich säumen Verzierungen und Ornamente die Außenwände, darunter Skulpturen im Art-déco-Stil von den Künstlern Ludwig Kunstmann und Hans Wagner. All diese Elemente tragen dazu bei, den sonst riesigen, eintönigen Backsteinmauern Leben einzuhauchen. Im Jahr 2015 wurde diesem Gebäude und mehreren anderen in Hamburg der Status des UNESCO-Welterbes verliehen, um die Werke dieser kreativen Backsteinexpressionistenschule zu schützen.